Älter werden in Offenbach

Es bedarf, damit die sich auch in Offenbach zunehmend, älter werdende Bevölkerung wohl und gut behütet fühlt, einer klaren Zielsetzung und Orientierung in der Offenbacher Kommunalpolitik. Die älteren Menschen waren die einstigen Leistungsträger in dieser Stadt und die Veränderung der Altersstruktur in der Stadt, bedarf der Einbeziehung, aus jedem Blickpunkt der Stadtentwicklung. Das betrifft die Gestaltung von Stadtvierteln, von Straßenbegehbarkeiten, Erholungsflächen, Einkaufsmöglichkeiten und der ärztlichen und pflegerischen Versorgung im gesamten Stadtgebiet. Im Bereich der Städtebaulichkeit ist allen Ortes eine Barrierefreiheit in der Planung und Gestaltung vorzunehmen. Es gibt eine Reihe von Versäumnissen dazu in Offenbach. Nur Investoren in die Stadt zu holen, die Pflegeheime bauen reicht nicht aus. Es muss in die Pflege investiert werden, durch eine verstärkte, vollqualifizierte Ausbildung im sozial/pflegerischen Bereich und das bei einer verbesserten Vergütung und einem verbesserten Ansehen dieser Berufsbilder. Die privaten Pflegedienste in der Stadt zahlen vielfach unter Tarif und entlohnen auf der Basis von 400 Eurojobs. Das ist keine vorbildliche Lösung dessen, was unter dem Begriff „Pflegenotstand“ nach einer Lösung ruft. Über die Begriffe Job und Beruf sollten wir nachdenken. Der Job ist im wirtschaftlichen Bereich angesiedelt, der Beruf dagegen im menschlichen Bereich. Bei aller Ausrichtung in der Politik sollte das Mass sein, der Mensch steht im Mittelpunkt.

Mit freundlichen Grüßen
Uwe Kampmann

Aktiv im Quartett

Ein Film, entstanden aus der Seniorenhilfe Offenbach am Main unter der Regie von Uwe Kampmann, ausgezeichnet mit dem Hessischen Bürgermedienpreis 2002 der  Hessischen Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien.

Vier Menschen, die ihr gewohntes Leben verlassen, bilden ein „Quartett“ und überwinden so Vereinzelung und Traurigkeit. Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Einsamkeit – Gemeinsamkeit“ wurde in dem Spielfilm ungewöhnlich und „Mut machend“ umgesetzt. Die Jury überzeugte die Ambivalenz zwischen der Traurigkeit von Einzelschicksalen und der optimistischen, in die Zukunft gerichteten Perspektive des Films. Die schauspielerische Leistung wirkt trotz – oder gerade wegen – ihrer Laienhaftigkeit ausdrucksstark. „Aktiv im Quartett“ wurde im Offenen Kanal Offenbach/Frankfurt gesendet.

http://diegesellschafter.de/filmwettbewerb/film.php?uk=in05pq8sdv2gw

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2 Kommentare - “Älter werden in Offenbach”


  1. Lieber Uwe.
    Viele freie Arbeitsplätze im Bereich der Pflege. Wir haben überall in den alten Bundesländern einen erheblichen Fachkräftemangel. Mehr als verständlich, bei den herrschenden Bedingungen. Der Beruf wurde einst gewählt aus Interesse und Engagement für andere. Selbstqual nenne ich Pflege heute, egal ob Kliniken oder Altenheime. Es ist zum Heulen, so treffe ich die verbleibenden Pflegekräfte oft in meinen Schulungen an, gerade weil sie in den Seminaren an ihre früheren Werte und Erwartungen erinnert werden. Der Krankenstand ist enorm hoch. Ein Teufelskreis. Wer sollte uns denn einmal pflegen wollen unter solchen Bedingungen????????
    So lange unsere Gesellschaft ( damit meine ich nicht nur Politik, sondern jeden Einwohner)weiterhin das Thema, Alt-, Gebrechlich-, Bedürftig- Dementwerden aus ihrer Wahrnehmung verschiebt, haben wir keine Chance etwas zu verbessern. ich gebe nicht auf und hoffe auf die Kommunen.


  2. Verbesserung, habe die falsche Webseite angegeben.
    http://www.validation-barbara-schweiger.de


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